Corpus Delicti (2026) - Film ∣ Kritik ∣ Trailer – Filmdienst
In einer dystopischen Gesellschaft ist die Gesundheit der Menschen zum obersten Gebot und damit zum Instrument totaler Kontrolle geworden. Eine Neurowissenschaftlerin unterstützt dieses System, bis ihr Bruder wegen Mordes angeklagt wird. Von seiner Unschuld überzeugt, setzt sie alles daran, seine Verurteilung zu verhindern. Die Adaption des gleichnamigen Romans von Juli Zeh macht mit einem sterilen Szenenbild und der allgegenwärtigen Überwachung den Verlust von Privatsphäre und Individualität plastisch sichtbar. Zugleich übersetzt der Film die komplexe Vorlage geschickt in einen geradlinigen Thriller, der die Suche der Hauptfigur nach der Wahrheit ins Zentrum rückt. So verbindet er Spannung mit einer beklemmenden Reflexion über einen Staat, der im Namen des Gemeinwohls die Freiheit abschafft.