Spaziergang nach Syrakus (2026) - Film ∣ Kritik ∣ Trailer – Filmdienst
Anfang der 1980er-Jahre entwickelt ein Ostseeschiffs-Kellner durch die Lektüre von Johann Gottfried Seumes Reisebericht „Spaziergang nach Syrakus“ eine Sehnsucht nach Italien. Die Ausreisebeschränkungen der DDR bremsen ihn zunächst aus, doch geht er beharrlich daran, seine Flucht übers Wasser nach Dänemark zu organisieren. Nach jahrelangen Vorbereitungen kann er seinen Plan durchführen, muss seine Frau aber zurücklassen. Das als Rückblende aus dem Jahr 2006 erzählte Drama erzählt mit melancholischem Grundton von der Freiheitsunterdrückung in der DDR, wobei das spezifische Verlangen der Hauptfigur eher beliebig wirkt. Eindrücklich ist jedoch die akribische Beschreibung der Fluchtdurchführung, bei der es dem Film auf innere Entfremdungsprozesse statt auf vordergründige Spannung ankommt.