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Landtagswahlen 2026 – Demokratie unter Druck? – Beratungsnetzwerk Hessen Demokratiezentrum

Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern haben die politische Landkarte verschoben: Die AfD ist in beiden Ländern stärkste Kraft, in Sachsen-Anhalt mit knapp 44 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern mit 38,2 Prozent nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Manuela Schwesig. Im Gespräch mit Angela Fitsch ordnet die Marburger Parteienforscherin Prof. Dr. Isabelle Borucki ein, warum das mehr ist als ein gewöhnlicher Wechsel zwischen Regierung und Opposition. Es geht um stark personalisierte Wahlkämpfe, um zersplitterte Öffentlichkeiten in Zeiten von TikTok und Instagram, um eine Wende-Erzählung, die an tief sitzende Erfahrungen im Osten anknüpft, und um Migration als Sammelnarrativ für Abstiegsängste und Sorgen um den eigenen Lebensstandard. Außerdem geht der Blick nach Berlin, wo die Linke stärkste Kraft geworden ist, auf den historischen Absturz der Union und auf die Frage, wer die AfD heute eigentlich wählt. Was könnte sich unter einem AfD-Ministerpräsidenten konkret ändern, etwa in der Bildungspolitik, für queere Menschen, Geflüchtete oder die Zivilgesellschaft? Wann beginnt demokratische Erosion, und ist ein Parteiverbotsverfahren noch sinnvoll oder längst zu riskant? Die Folge zieht Vergleiche zur Weimarer Republik, fragt nach der Widerstandskraft der wehrhaften Demokratie und schaut schließlich nach Hessen: Der Hessen-Monitor 2026 zeigt, dass fast alle Befragten die Demokratie als Idee befürworten, aber nur rund zwei Drittel mit ihrer Praxis zufrieden sind. Ein Drittel gilt als fragile Demokrat:innen, und besonders im ländlichen Raum wächst das Gefühl, abgehängt zu sein. Am Ende steht die Frage, wie die demokratischen Parteien diesen Erosionsprozess noch aufhalten können. Du hast Fragen, Anregungen und Ideen? Schreibe uns an: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlich bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMBFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

Details Landtagswahlen 2026 – Demokratie unter Druck?

Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern haben die politische Landkarte verschoben: Die AfD ist in beiden Ländern stärkste Kraft, in Sachsen-Anhalt mit knapp 44 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern mit 38,2 Prozent nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Manuela Schwesig. Im Gespräch...