Explortal Logistics: Pressemitteilung: Neue Studie zur Verkehrssicherheit: Hohes Unfallrisiko für Lieferdienst-Fahrer
Pressemitteilung: Neue Studie zur Verkehrssicherheit: Hohes Unfallrisiko für Lieferdienst-Fahrer / Fahrerinnen und Fahrer App-basierter Lieferdienste für Essen, Lebensmittel und Waren prägen seit der Covid-Pandemie zunehmend das urbane Stadtbild. Doch der Arbeitsalltag der sogenannten „Delivery Rider“ ist mit erheblichen Verkehrsrisiken verbunden. Eine heute veröffentlichte Studie der Technischen Universität Dresden im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) zeigt eine hohe Unfallbelastung: Innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten wurde eine Ereignisrate von 0,9 Unfällen pro Person festgestellt. Im Durchschnitt erlebten damit alle Lieferdienst-Fahrerinnen und -Fahrer knapp einen Unfall pro Jahr. „Die Studie belegt, dass der Straßenraum für Riderinnen und Rider mit besonderen Risiken verbunden ist“, sagt Manfred Wirsch, Präsident des DVR. „Wenn neue, fahrradbasierte Geschäftsmodelle unsere Städte verändern, darf dieser Wandel nicht zulasten der Menschen gehen, die ihn ermöglichen. Der Schutz der Gesundheit von Lieferdienst-Fahrerinnen und -Fahrern muss immer Vorrang haben.“ Lieferdienst-Unfallquote branchenübergreifend hoch Um das Unfallrisiko von Riderinnen und Ridern mit anderen Branchen vergleichen zu können, berechneten die Forschenden die Tausend-Mann-Quote, die angibt, wie viele von 1.000 Vollzeitbeschäftigten pro Jahr einen meldepflichtigen Arbeitsunfall erleiden. Das Ergebnis ist alarmierend: Mit rund 298 Betroffenen liegt die Unfallquote der Lieferdienst-Fahrerinnen und -Fahrer deutlich über den Vergleichswerten anderer Wirtschaftszweige. Zum Vergleich: In der Verkehrswirtschaft, Postlogistik und Telekommunikation lag die Unfallquote im Jahr 2024 durchschnittlich bei rund 34 Betroffenen. (....)