ttt extra: Die 78. Frankfurter Buchmesse - Kulturmagazin, Das Erste, 12. Okt.., 23:05 Uhr - TV Programm | tvdirekt.de
Das Erste, 12. Okt.., 23:05 Uhr: • Der Friedenspreisträger Philippe Sands - Engagierter Kämpfer für die Menschenrechte
• Der Tod des Autors? - Wenn KI in der Lage ist, Literatur zu schaffen
• Interview mit Fußballweltmeister und Romanautor Christoph Kramer
• Mut in schwierigen Zeiten: Die Stimmen der Buchmesse
• Literaturnobelpreisträgerin Anne Carson
• Die 78. Frankfurter Buchmesse
In Frankfurt findet wieder die größte Buchmesse der Welt statt, zum 78. Mal. Unter dem diesjährigen Motto This changes everything wird vom 7. bis 11. Oktober wieder über Bücher und Autor:innen diskutiert, es wird gestritten, gehandelt, gestaunt und gefeiert. Die Frankfurter Buchmesse ist aber nicht nur ein Ort der Debatte, sondern auch der Selbstverständigung: Wo stehen wir gerade? Was bewegt uns? Und welche Bücher, Stimmen und Gedanken helfen weiter in einer Zeit, in der autoritäre Kräfte weltweit Erfolge feiern, hybride Bedrohungslagen durch Kriege zunehmen und dystopische Meldungen über sich verselbstständigende KI Angst machen? Die ermutigende Antwort ist: In diesem Herbst gibt es durchaus einige Hoffnungsschimmer, ob in der Belletristik oder im Sachbuch, die helfen, die Gegenwart besser zu verstehen - oder zumindest Trost zu finden. Eine der hervorstechendsten Stimmen dieser Messe ist der Friedenspreisträger Philippe Sands, der sich als Anwalt für das Völkerrecht engagiert und in seinen literarischen Sachbüchern eindringlich für universelle Menschenrechte und die juristische Verfolgung von Genozid, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen eintritt. Er kommt nach Deutschland mit einer wichtigen Botschaft. Und die US-Historikerin Jill Lepore, eingeladen von der Buchmesse als Eröffnungsrednerin, bringt ein Buch mit, das aufrüttelt: Die Regierung der Maschinen - Vom Aufstieg und Fall des Künstlichen Staates . Darin erforscht sie, was es bedeutet, wenn KI und Algorithmen zunehmend Einfluss auf Mensch, Staat und demokratische Diskurse nehmen - und wie sich dem entgegentreten lässt. Um die Verteidigung des Menschseins geht es auch in der Debatte, die gerade lebhaft geführt wird, wenn es um den Einfluss von KI auf Literatur geht und die Frage: Lesen wir bald Bücher, die nicht mehr von Menschen, sondern von Maschinen geschrieben wurden? Noch aber sind in Frankfurt echte Menschen und ihre Bücher zu treffen.