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Filmpodium: I Confess

Im Beichtstuhl hört ein junger kanadischer Priester das Mordgeständnis eines mittelosen Mannes. Der sozial, psychisch und moralisch aus dem Gleichgewicht geratene Flüchtling hat seine Frau umgebracht. Weil der Geistliche das Beichtgeheimnis nicht preisgibt, gerät er selbst in Verdacht und in Lebensgefahr. «Das katholische Motiv der Schuld, das für viele zu den übergreifenden Themen in Hitchcocks Gesamtwerk zählt, nimmt in diesem weniger bekannten Thriller konkrete Gestalt an. (…) Ein junger Montgomery Clift spielt ganz im Method-Acting-Modus den verängstigten Priester, der durch einen ethischen und existenziellen Zwiespalt gezwungen ist, seine eigenen Überzeugungen und Pflichten in Frage zu stellen. I Confess wurde grösstenteils vor Ort in Québec gedreht und verleiht der kühlen barocken Pracht der Stadt eine dynamische filmische Wirkung, die sich in der genialen Eröffnungssequenz des Films in ein bedrohliches Labyrinth aus dunklen Gassen und anklagenden Strassenpfeilen verwandelt.» (Harvard Film Archive, Aug 2013)