Claus Oistric: Drüben im Dritten. Arena Wien – 50 Jahre Musik, Protest & Subkultur
Lustige und irgendwie sehr Wienerische Geschichte: Es war einmal ein Haufen alternativer Menschen, geprägt durch das Jahr 1968, Hippies im weitesten Sinne also, die eine halbe Ewigkeit später, 1976 nämlich einen Kulturort eroberten. Statt Hippiemusik sollte in dieser Arena in Erdberg aber sehr bald schon der Punk regieren, jene Subkultur, die im Jahr der Arena-Besetzung die britische Jugend- und Popkultur auf den Kopf zu stellen begann (wovon in Wien aber noch kaum wer wusste). Bereits heuer im Frühsommer ist das offizielle Arena-Geburtstagsbuch erschienen, nun erfolgt im jungen, auf Kultur-Publikationen spezialisierten Verlag Glitzer & Grind ein zweites Arena-Buch. "Drüben im Dritten. Arena Wien – 50 Jahre Musik, Protest & Subkultur" von Claus Oistric versammelt Recherchen und Interviews mit Aktivist:innen, Veranstalter:innen und Musiker:innen. Selbst Robbie Williams kommt darin vor: Auf seiner ersten Solotour trat der gefallene britische Boygroup-Darsteller und spätere Pop-Superstar in der Arena auf. Die Kulisse war mager, gerade einmal 528 Tickets wurden verkauft. Das Gespräch mit dem Autor führt Peter Stuiber, Leiter der Publikationsabteilung im Wien Museum.