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Eröffnungskonzert – AEIOU (Amor electis, iniustis ordinor ultor) - Veranstaltungskalender St. Pölten

Kaiser Joseph I., der „schöne“ Habsburger, war nicht nur reformfreudig und politisch – auch im kriegerischen Sinn – höchst aktiv (sein Wahlspruch war „Amore et timore“), sondern hatte auch ein großes musikalisches Talent von seinen komponierenden Vorfahren Ferdinand III. und Leopold I. geerbt. Als vielbeschäftigter Regent hat er zwar nur eine kleine Liste von Kompositionen vorzuweisen – unter anderem die zentrale Vokalkomposition des Eröffnungskonzertes, das „Regina Coeli“, diese sind aber von hoher Qualität und stilistisch durchaus zukunftsweisend. So wie auch Zianis „Alma Redemptoris Mater“ ist das „Regina Coeli“ als marianische Antiphon eigentlich das Schluss-Stück einer Vesper. Musik der Barockzeit ist auch Raum-Klangkunst, Sakralmusik wurde immer für Aufführungen in speziell dafür vorgesehenen Orten kompositorisch konzipiert. Der Dom von St. Pölten ist ein idealer Ort für dieses Programm, auch die ausgewählte Instrumentalmusik ist für Kirchenräume bestimmt. Das Ensemble PALLIDOR unter der Leitung von Franz Farnberger eröffnet gemeinsam mit dem Intendanten und Countertenor Alois Mühlbacher das Jubiläumsprogramm 2026 mit einem ungewöhnlichen sakralen Programm der kaiserlichen Hofkapelle im Dom zu St. Pölten.

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