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Selbstdenken in einer offenen Gesellschaft

Eine offene Gesellschaft lebt von Streit, Kritik und Meinungsvielfalt. Rechte wie die freie Meinungsäußerung und demokratische Teilhabe sind im Grundgesetz verankert und gehen auf die Aufklärung zurück. Immanuel Kant prägte diese Epoche mit der Idee vom „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“. Heute berufen sich auch Querdenker auf Kant und deuten sein Verständnis von Selbstdenken als Abkehr vom Mainstream. Doch ist das gerechtfertigt? Der Vortrag geht der Frage nach, welche Anforderungen Kant tatsächlich an das Selbstdenken gestellt hat.