Nur ein kleines bisschen Glück - Film ∣ Kritik ∣ Trailer – Filmdienst
Ein ebenso einfältiger wie durchtriebener Franzose desertiert 1940 schon nach einem Tag aus der Armee. Da er antisemitische Vorurteile hegt, ordnet er aufgeschnappte Informationen, dass Juden bei der Flucht geholfen werde, falsch ein und verschafft sich und seiner Familie gefälschte Papiere, um in den unbesetzten Süden Frankreichs zu entkommen. Das riskante Manöver konfrontiert ihn jedoch nicht nur mit dem Leid der jüdischen Flüchtlinge, sondern auch mit Widerstandskämpfern, die handfeste Unterstützung erwarten. Die Satire schöpft ihren Humor aus dem Gefälle zwischen einer ahnungslosen Hauptfigur und dem Wissen des Publikums und will Situationskomik und grelle Karikaturen mit aufklärerischer Absicht verbinden. Trotz des guten Hauptdarstellers bleibt die Mixtur aus Kriegsfarce, Tragikomödie und emotionalem Drama aber unausgegoren und im Humor unangenehm klamottenhaft.