Identitti - Film ∣ Kritik – Filmdienst
Als eine Professorin für postkoloniale Studien an einer deutschen Universität, die sich jahrelang als „Person of Color“ ausgegeben hat, als weiße Frau entlarvt wird, löst dies einen Skandal aus. Während viele der getäuschten Studierenden wütend den Stab über sie brechen, sucht ihre studentische Hilfskraft nach Gründen für das Verhalten der Mentorin und gerät ebenfalls zwischen die Fronten. Die Romanadaption verhandelt Fragen nach Identität und Deutungshoheit mit satirischem Witz und zahlreichen Verfremdungseffekten. Choreografierte Szenen und visuelle Spielereien überfrachten den Film aber ebenso wie zahlreiche theoretischen Debatten. Dabei gehen auch die anfänglichen Ambivalenzen verloren und lösen sich die Widersprüche der Figuren am Ende allzu oberflächlich auf.