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Briten siegen – Schweiz auf dem Podest | PferdeWoche Online

Bei der dritten Station (nach Abu Dhabi und Ocala) der Longines League of Nations in Rotterdam (NED) siegte Grossbritannien im Stechen vor den USA und der Schweiz in dem mit 700'000 Euro dotierten Nationenpreis. Für die Sieger ritten Ben Maher (Catelly, 4+0), Sienna Charles (Chawton, 4+0), Harry Charles (LT Host Freda, 0+0/0) und Jessica Mendoza (Summerhouse, 8). Auftakt im Schweizer Quartett von Teamchef Peter van der Waaij machte wie vor Wochenfrist in La Baule Martin Fuchs. Dieses Mal sattelte er den elfjährigen Portugiesenwallach Lorde und zeigte gleich einen souveränen Nuller über die insgesamt 15 Efforts. Dies gelang auch Gaëtan Joliat – dem jüngsten Starter im Teilnehmerfeld – mit Chelsea Z. Und da auch Alain Jufer mit seinem Nachwuchstalent, dem erst neunjährigen Oldenburgerwallach Chaccoo de l’Escant MM, makellos blieb, musste Schlussreiter Jason Smith mit Picobello van’t Roosakker nicht einmal mehr antreten. Die Schweiz übernahm gemeinsam mit dem Heimteam die Führung, während Irland, Italien und Belgien mit vier Punkten sich dahinter in Lauerstellung begaben. Nicht in Runde zwei schafften es Deutschland (12) und Frankreich (20). Für die Reprise, in der es ja kein Streichresultat gibt, schonte Equipenchef van der Waaij Jufers Pferd und brachte nun Smith zum Auftakt. Dieser musste sich dann am orangen Oxer einen Abwurf notieren lassen. Joliat begann erneut stark, doch beim 20-Jährigen gab es ein Fehler beim mittleren Element der dreifachen Kombination. Da auch die Niederländer gleich viel patzten blieb es äusserst spannend. Vor dem jeweils letzten Reiter lagen die Schweiz, die Niederlande, Grossbritannien und die USA gemeinsam mit acht Punkten in Führung. Die Briten mussten vorlegen. Harry Charles (LT Holst Freda) blieb fehlerfrei. Ebenso auch Marilyn Little und La Contessa für die USA. Damit war ein Stechen beschlossene Sache. Martin Fuchs hatte Druck. Der Zürcher zeigte einen von insgesamt nur vier Doppelnullern und so zog die Schweiz ebenfalls in die Barrage ein. Das Heimteam konnte mit Harrie Smolders (Mr. Tac) dann nicht in die Entscheidung folgen. Die Dreier-Barrage eröffnete Harry Charles und legte mit fehlerfreien 31.18 Sekunden vor. Marilyn Little blieb ebenfalls ohne Abwurf in 31.25 Sekunden. Nun lag es an Jason Smith mit Picobello van’t Roosakker. Der gebürtige Schotte konnte ebenfalls stark wenden, alle Stangen blieben oben, doch seine 31.64 Sekunden bedeuteten hinter Grossbritannien und den USA Rang drei für die Schweiz. In der Zwischenwertung vor dem abschliessenden Nationenpreis in Gassin (FRA) liegt Deutschland mit 230 Punkten in Führung vor Grossbritannien (225) und Irland (205). Die Schweiz ist ex aequo mit Frankreich und 190 Zählern an vierter Position.