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Charlotte Fry holt erneut Kürgold | PferdeWoche Online

Es war das Schaulaufen der besten Dressurreiter der Welt, im Mekka des Pferdesports und das vor knapp 40'000 begeisternden Zuschauer. Die Crème de la Crème gab sich in der WM-Kür am Samstagabend die Ehre, wobei es die letzte Gruppe wirklich in sich hatte. Sechs Paare, sechs Medaillenkandidaten – noch nie war es so spannend und völlig offen, wer denn nun reüssieren würde. Die Niederländerin Marieke van der Putten machte mit Zantana den Auftakt – in Führung lag zu diesem Zeitpunkt die Britin Becky Moody mit Jagerbomb, die mit 87,479 aus dem Viereck kam. Van der Putten wurde für ihre Kür mit 82,693 bewertet – Schlussrang sechs. Nun war der Doppeleuropameister von 2025 an der Reihe. Der Belgier Justin Verboomen präsentierte seinen Zonik Plus nach dem Motto «Harmonie» und das spürte und sah man auch. Er übernahm mit 88,439 die Führung. Jetzt ging es Schlag auf Schlag in der Aachener Soers. Charlotte Fry aus Grossbritannien, die tags zuvor Spécial-Gold gewann, setzte zu ihrer erneuten Titelverteidigung an. Ihr Hengst Glamourdale präsentierte sich in Hochform, nicht nur die Galopptour überzeugte, auch der Rest war phänomenal. 91,907 – wow! Doch sollte das reichen? Die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour übernahm nun mit Mount St John Freestyle das Viereck. Auch sie präsentierte technische Höchstschwierigkeiten und präsentierte diese harmonisch, doch mit 91,236 reichte es nicht ganz an die Spitze – Zwischenrang zwei. Der Brite Carl Hester und sein Fame konnte nicht an seine Vorreiter anknüpfen, mit Fehler behaftet erhielt er 82,304 – Rang sieben. Blieb nur noch Isabell Werth und Wendy de Fontaine. Was lag drin, die Luft im Stadion vor Heimpublikum knisterte natürlich. Werth blieb nicht ganz fehlerfrei, verpatzte eine Wechseltour, punktete aber in den anderen Lektionen. Reicht es für eine Medaille? Ja, am Schluss wurde es ganz knapp und mit 88,650 holte sie Bronze – natürlich zum Unmut der belgischen Fans, die Verboomen vor ihr gesehen haben. Am Schluss verteidigte Fry ihren Titel, Dufour holte erneut Silber und Werth Bronze. Verboomen musste sich mit Leder begnügen, während Moody starke fünfte wurde. «Es ist einfach unbeschreiblich, es war die beste Kür die ich je geritten bin», meinte Fry kurz nach ihrem Ritt. «’Glamie’ war komplett relaxed und gab sein Bestes – wir haben es einfach nur genossen.»