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Die Vermarktung eines Genozids | Buchladen Neuer Weg

Der Medienanalyst Adam Johnson postuliert in seiner Untersuchung „How to Sell a Genocide“, dass westliche Leitmedien weit über eine bloße passive Berichterstattung hinausgehen. Seine zentrale These lautet, dass diese Institutionen das ideologische und narrative Dispositiv bereitstellen, welches die Gewaltanwendung in Gaza erst politisch nachhaltig ermöglicht. Durch gezielte Selektions- und Framing-Prozesse wird ein Korridor geschaffen, der die moralische Schwelle für öffentliche Empörung künstlich erhöht und so den notwendigen Handlungsspielraum für staatliche Akteure sichert. Diese Analyse beginnt notwendigerweise bei der Frage, wer in diesem Diskurs überhaupt als rechtmäßiger Zeuge zugelassen wird.