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Litteratur in der Zehntscheune

Ingeborg Bachmann, am 25. Juni 1926 Klagenfurt geboren, starb sie am 16. Oktober 1963 unter mysteriösen Umständen (Wohnungsbrand, unter Alkohol und Tabletten) in Rom. Sie verbrachte ihre Jugend im Kärntner Gailtal, studierte 1945-50 Philosophie in Graz, Innsbruck und Wien; wo sie 1950 über über die Rezeption Martin Heideggers promovierte. 1951-53 war sie Redakteurin der Sendergruppe Rot-Weiß-Rot in Wien; und wirkte ab 1953 als freie Schriftstellerin und Mitglied der Gruppe 47. Eine schwierige Beziehung zu Pauls Celan prägt die die frühe Zeit. Die Jahre 1958-62 mit Max Frisch in Zürich und Rom werden erst in den letzten Jahren aufgearbeitet. Legendär ist ihre Dozentur für Poetik in Frankfurt im Wintersemester 1959/60. Die mehrfach ausgezeichnete Lyrikerin schreibt zumeist freirhythmische Gedankenlyrik mit einer bizarren Eigenwelt der Bilder, kühl und hart in modernen Klang und meist natürlicher Sprachmelodie, beispielsweise Die Anrufung des großen Bären . In lyrisch anmutenden Hörspielen erprobt sie neue experimentelle Formen. Ihre wiederum mit einer lyrisch aufgeladenen Sprache experimentierenden meist monologischen Erzählungen kreisen um die Befreiung des Menschen aus der Unverbindlichkeit zur wahren Existenz. Opernlibretti für Hans Werner Henze (u. a. Der kleine Lord ), Essays und Übersetzungen aus dem Italienischen (Ungaretti, 1961) runden das Werk ab. Anmeldungen und nähere Informationen unter www.vhs-re.de, 05242 90 30-139 oder aleksandra.matuszak@vhs-re.de