Camouflage (2026) - Film ∣ Kritik ∣ Trailer – Filmdienst
Ein junger Ukrainer verlässt 2021 gegen den Willen seiner Mutter seine Heimat, um in München zu studieren. In Deutschland fasst er zunächst schwer Fuß, bis er durch eine Mitstudentin Anschluss an eine Theatergruppe findet. Doch nach der russischen Invasion der Ukraine fliehen seine Mutter und Schwester aus dem Land, kommen zu ihm und machen ihm seine Zerrissenheit zwischen alter und neuer Identität bewusst. Das ruhig inszenierte Drama arbeitet eindringlich die mentale Krise der Hauptfigur heraus, wobei insbesondere Sprache in verbaler wie nonverbaler Form, in ihren Schwierigkeiten und Schönheiten in den Fokus rückt. Klug setzt das Spielfilmdebüt dabei auch das Leitmotiv der Vögel ein, die auf die Sehnsucht nach Freiheit und Neuaufbruch, aber auch auf Verletzlichkeit anspielen.