Filmpodium: White Dog
«Eine junge Schauspielerin (Kristy McNichol) fährt in der Nacht einen schneeweissen Schäferhund an und nimmt ihn bei sich auf. Weil er in ihrer Gegenwart meist lammfromm ist, will sie lange nicht wahrhaben, dass der Hund von seinem alten Besitzer trainiert wurde, Schwarze Menschen rücksichtslos zu attackieren und zu töten. Ausgerechnet ein Schwarzer Hundetrainer (Paul Winfield) soll ihn von dieser perversen Programmierung befreien. (…) Paramount weigerte sich, White Dog in den USA herauszubringen, unter anderem, weil dem Film unerklärlicherweise unterstellt wurde, er könnte zu Rassismus anstiften. Vielleicht aber auch, weil die geradlinige, ungeschönte Art, mit der Fuller den vom weissen Hund verkörperten Rassismus als blindwütiges, antrainiertes und doch tief sitzendes Übel vorführt und analysiert, tatsächlich nur schwer zu ertragen ist. Der Filmkritiker J. Hoberman nannte White Dog ‹eine der unerschrockensten Stellungnahmen zum amerikanischen Rassismus, die Hollywood je hervorgebracht hat›.» (Xenix)