Die (fast) wahre Geschichte des Viktor Lustig
Das Schubert-Theater beginnt die Jubelsaison zu seinem 20-jährigen Bestehen mit einer Lüge: Der Vorname des österreichisch-ungarischen Trickbetrügers Victor Lustig schreibt sich, wie nachträgliche Recherchen ergeben, in Wirklichkeit mit einem c. Ansonsten dürfte "Die (fast) wahre Geschichte des Viktor Lustig", die Theaterleiter Simon Meusburger, Regisseurin Manuela Linshalm und Solospieler Angelo Konzett aufgeschrieben haben, ziemlich genau der aberwitzigen Historie entsprechen. Lustig, geboren in Böhmen, verstand sich auf Geldfälschung, arbeitete mit dem legendären Gangsterboss Al Capone zusammen und schaffte es im Jahr 1925 sogar, einem Schrotthändler den Eiffelturm zu "verkaufen". Schließlich erwischte die Polizei ihn doch noch, er starb im Gefängnis Alcatraz an einer Lungenentzündung. Selbstsicher lächelnd gibt Konzett den Gschichtldrucker. Mit kleinen Zaubertricks gewinnt er die Sympathie des Publikums. Bis auf die teils etwas umständlichen Umbauten ist ein einwandfrei schurkischer Wohlfühlabend gelungen. (Martin Pesl)
Ein Hochstapler steht im Zentrum dieses Figurentheaterstücks. Der österreichisch-ungarische Trickbetrüger Viktor Lustig verkaufte vermeintliche Gelddruckmaschinen und sogar den Eiffelturm.