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KEB im Bistum Limburg: Die Magie des Feuers

Die Magie des Feuers Dreiteilige literarische Schreibwerkstatt Feuer wärmt und schützt, erhellt die Dunkelheit und bringt Menschen zusammen. Zugleich besitzt es eine unberechenbare, zerstörerische Kraft. Seit jeher beschäftigt dieses Element die menschliche Vorstellungskraft: in Mythen und religiösen Überlieferungen, in Gedichten, Erzählungen und Bildern vom Ende der Welt. An drei Abenden widmen wir uns lesend, meditierend, erzählend und schreibend unterschiedlichen Facetten des Feuers: 1. Abend - Das Feuer als göttliche Gabe Der Mythos von Prometheus erzählt vom Feuer als kostbarem Geschenk an die Menschen. Welche Möglichkeiten eröffnet diese Gabe – und welche Verantwortung bringt sie mit sich? Mögliche Texte: Goethes Gedicht „Prometheus“ ergänzend ein Ausschnitt aus Aischylos’ „Der gefesselte Prometheus“ 2. Abend - Wofür brennst du? Das innere Feuer steht für Begeisterung, Leidenschaft und Lebenskraft. Woran erkennen wir, was uns wirklich wichtig ist? Was nährt dieses Feuer – und wodurch droht es zu erlöschen? Mögliche Texte: Hildegard von Bingens Gedanken zur Viriditas, der Grünkraft und Lebendigkeit ein kurzer Auszug aus Christiane Singers „Alles ist Leben“ oder einem ihrer Texte über Intensität und Lebendigkeit 3. Apokalypse Feuer erscheint in religiösen und literarischen Texten auch als Zeichen des Untergangs. Dabei bedeutet Apokalypse ursprünglich „Enthüllung“ oder „Offenbarung“. Was wird sichtbar, wenn eine vertraute Welt endet? Und was kann aus der Asche neu entstehen? eine kurze Passage aus der Offenbarung des Johannes, etwa über die sieben Posaunen oder das neue Jerusalem Ingeborg Bachmanns Gedicht „Alle Tage“ als moderner Zugang zu einer Katastrophe, die bereits in den Alltag eingedrungen ist ein kurzer Ausschnitt aus Cormac McCarthys „Die Straße“ Kurze Texte aus Literatur, Mythologie und religiöser Überlieferung geben an jedem Abend Impulse für das gemeinsame Gespräch und das eigene Schreiben. Ausgehend von Bildern, Fragen und kleinen Schreibübungen entstehen persönliche, poetische, fantastische oder erzählerische Texte. Schreiberfahrung ist nicht erforderlich. Entscheidend sind die Freude am Schreiben und die Bereitschaft, sich auf überraschende Gedanken und Bilder einzulassen. Wer möchte, kann die entstandenen Texte in der Gruppe vorlesen.