KEB im Bistum Limburg: Badekultur in Wiesbaden
Um 1900 war Wiesbaden ein Mode- und Luxusbad. Im Vergleich zu allen anderen deutschen Kurorten hatte es die meisten Kurgäste und nannte sich Weltkurstadt.
Aber die Geschichte der Badekultur hat hier eine lange Tradition. Schon die Römer schätzten unsere heißen und salzhaltigen Quellen, die aus 2.000 Metern Tiefe zu uns hinauf sprudeln. Sie nannten den Ort „Aquae Mattiacorum“ und errichteten entlang der „Via Maxima“ Thermen, um Körper und Geist zu stärken - der Beginn einer Badekultur, die bis heute nachwirkt.
Dort, wo frühere Badekultur heute auf Begegnungsstätten verschiedenster Art trifft, gehen wir auf Spurensuche. Unsere Tour führt entlang der sichtbaren und verborgenen Quellorte. Auch die Trinkkur, die zur Kaiserzeit ihren Höhepunkt erreichte, mit ihren prunkvollen Wandelhallen, darf bei unseren Betrachtungen nicht fehlen.
Und natürlich stimmen wir Johann Wolfgang von Goethe zu, der meinte:
„Beim Baden ist es erste Pflicht, dass man sich nicht den Kopf zerbricht, sondern nur studiere, wie man das lust’ge Leben führe.“