I Only Rest in the Storm - Film ∣ Kritik ∣ Trailer – Filmdienst
Ein portugiesischer Umweltingenieur reist ins westafrikanische Guinea-Bissau, um dort ein Straßenbauprojekt zu evaluieren. Während er versucht, sich ein möglichst umfassendes Bild der Lage zu machen, verliert er im Geflecht aus Folgen kolonialer Schuld und Machtbeziehungen immer mehr den Überblick. Auch die queere Community, in der er Halt sucht, erweist sich als fragil. In Form einer ausufernden, mäandernden Erzählung verbindet das Drama verschiedene Landschaften, Begegnungen, Körper und queere Begehrensströme zu einem zugleich sezierend scharfen wie uneindeutigen Bild der postkolonialen Gegenwart. Dabei wird das Bemühen der Hauptfigur nicht im Dienst einer politischen Agenda demontiert, vielmehr zeugt der Film von der Notwendigkeit, Widersprüchen ins Auge zu blicken.