On the Sea - Film ∣ Kritik – Filmdienst
Ein walisischer Muschelfarmer hält gemeinsam mit seinem Sohn, seinem Bruder und dessen Söhnen den Familienbetrieb am Laufen; dem Sohn ist die Arbeit allerdings zuwider, zudem lässt er sich mit fragwürdigen Freunden ein. Zusätzlich aus den Fugen gerät das Leben des Muschelfarmers durch das Auftauchen eines Hilfsarbeiters, der ihn dazu bringt, sich seiner heimlichen Homosexualität zu stellen. Ein kluges, vielschichtiges romantisches Drama vor nasskalt melancholischer Küstenkulisse, das den Mut hat, die Widersprüche eines Lebens aufzuzeigen, ohne sie glattzubügeln. Mit glaubhaften Darstellern und stimmungsvoller Kameraarbeit gelingt es, gerade aus dem Unausgesprochenen hohe emotionale Wirkung zu entfalten.