Drei Kameradinnen - Film ∣ Kritik – Filmdienst
Drei Freundinnen sind in der Wohnblocksiedlung einer Großstadt aufgewachsen, haben wegen ihrer migrantischen Herkunft ähnliche Erfahrungen von Ausgrenzung gemacht und begegnen sich anlässlich einer Hochzeit wieder. Als eine der drei verdächtigt wird, einen verheerenden Brandanschlag verübt zu haben, wird eine ihrer Freundinnen zur Kronzeugin in einer Fernseh-Dokumentation. Ein engagiertes, auch provokantes Drama mit einer Abfolge von Situationen, in denen die Hauptfiguren immer wieder diskriminiert, belästigt und misshandelt werden. Die Einseitigkeit dieses Ansatzes bricht der Film jedoch durch eine mitreißende Inszenierung auf, die auch beinhaltet, dass die Ich-Erzählerin mehrere Varianten des gleichen Geschehens präsentiert und damit die biografische Wahrnehmung greifbar macht.