Explortal Logistics: Pressemitteilung: Warum der reale Verbrauch von Plug-in-Hybriden oft höher liegt
Pressemitteilung: Warum der reale Verbrauch von Plug-in-Hybriden oft höher liegt / Plug‑in‑Hybride verbrauchen oft mehr als offiziell angegeben. Eine Empa-Studie zeigt nun die Gründe dafür: Ob die Fahrzeuge ihren Umweltvorteil im Alltagsgebrauch tatsächlich ausspielen können, hängt stark von der Nutzung, den Umgebungstemperaturen und dem Fahrzeugdesign ab. Besonders regelmässiges Laden, das Fahrverhalten und Fahrzeugeigenschaften wie Gewicht spielen dabei eine entscheidende Rolle. Fahrzeuge mit Plug‑in‑Hybrid-Antrieb sollen den Übergang zur Elektromobilität erleichtern. Sie können kürzere Strecken rein elektrisch zurücklegen und bieten für längere Fahrten einen Verbrennungsmotor als Backup. Wie gross der rein elektrisch gefahrene Anteil tatsächlich ist, hängt laut den vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) geförderten Empa-Studien stark vom Einsatz – und insbesondere vom Ladeverhalten – ab. «Wenn jemand ein Plug‑in‑Hybrid besitzt und das Fahrzeug nicht regelmässig lädt, fährt diese Person de facto einen schwereren Verbrenner. Durch das zusätzliche Gewicht von Batterie und Elektromotor kann der Verbrauch sogar höher liegen als bei einem vergleichbaren konventionellen Benziner», erklärt Studienautorin Miriam Elser von der Empa. Entscheidend ist deshalb auch das Fahrzeugdesign: Fahrzeuggewicht, Antriebsauslegung und Batteriegrösse beeinflussen, wie effizient ein Plug-in-Hybrid auf der Strasse unterwegs ist. Schlechte Bedingungen schmälern den Vorteil deutlich Bislang stützten sich Erkenntnisse zum tatsächlichen Verbrauch von Plug‑in‑Hybriden vor allem auf im Fahrzeug erhobenen Alltagsdaten. Diese stammen aus dem sogenannten «On-Board Fuel Consumption Monitoring» (OBFCM), dass bei Fahrzeugen auf dem europäischen Markt seit einigen Jahren vorgeschrieben ist. Die OBFCM-Daten zeigen, dass die realen Treibstoffverbräuche deutlich über den offiziellen Typprüfwerten liegen. «Aus solchen direkt in Fahrzeugen erhobenen Alltagsdaten weiss man zwar, dass der Verbrauch höher ist, aber nicht warum», erläutert Elser. Informationen zu Umgebungstemperatur, Heizbetrieb oder Fahrweise fehlen dabei meist und werden auch durch standardisierte Typprüfungen nicht abgedeckt. (....)