Moscas - Fliegen und andere Gäste - Film ∣ Kritik ∣ Trailer – Filmdienst
Eine ältere Frau führt in einem maroden Wohnblock in Mexiko-Stadt ein abgeschottetes Dasein. Als sie sich aus finanziellen Nöten gezwungen sieht, ein Zimmer unterzuvermieten, zieht ein Familienvater ein, der nachts heimlich seinen Sohn mit in die Wohnung schmuggelt. Überraschenderweise baut die schroffe Witwe eine Verbindung zu dem kleinen Jungen auf, der alles in Bewegung setzt, um seine schwerkranke Mutter im Krankenhaus zu besuchen. Dabei kommen auch ihre eigenen Verluste an die Oberfläche. Der im leichten Tonfall gehaltene Film über Annäherung und Abschied wird vor allem von dem zutraulichen Charme des jungen Darstellers getragen. In kontrastarmen Schwarz-weiß-Bildern entfaltet sich ein Sozialdrama innerhalb eines überschaubaren Kosmos, das seine erzählerischen Motive symbolhaft vertieft.