Wenn eine OP-Komplikation zur Karrierekrise wird - DGCH: „Second Victims“ verschärfen Nachwuchsmangel in der Chirurgie
Komplikationen im OP können nicht nur für Patientinnen und Patienten schwerwiegende Folgen haben – sie belasten oft auch die behandelnden Chirurginnen und Chirurgen selbst massiv. Studien zeigen: Viele Ärztinnen und Ärzte leiden nach solchen Ereignissen unter Angst, Schuldgefühlen und Schlafstörungen, manche denken sogar über einen Berufswechsel nach. Fachleute sprechen hier von Second-Victims: medizinische Fachpersonen, die nach unerwarteten Komplikationen oder Behandlungsfehlern unter anhaltenden psychischen oder körperlichen Folgen leiden. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e. V. (DGCH) fordert im Vorfeld ihres 143. Deutschen Chirurgie Kongresses (DCK 2026) vom 22. bis 24. April 2026 in Leipzig (CCL) deshalb verbindliche Unterstützungsangebote für betroffene Ärztinnen und Ärzte in Kliniken.