The Mad Dog of Europe - Film ∣ Kritik – Filmdienst
Herman J. Mankiewicz, Sohn jüdisch-deutscher Einwanderer, etablierte sich in den 1920er-Jahren als Drehbuchautor in Hollywood. 1933 schrieb er ein Skript über die Verfolgung einer jüdischen Familie in Nazi-Deutschland, um die Öffentlichkeit auf die Gefahr durch Hitler und die Nazis aufmerksam zu machen. Doch bei den Studios fand er keine Unterstützung, die Zensurbehörde verweigerte das Gütesiegel, sein Drehbuch wurde nie verfilmt. Der Dokumentarfilm arbeitet die Geschichte des Projekts heraus und lässt neben Nachkommen von Mankiewicz vor allem Historiker den Zeithintergrund beleuchten. Mit viel Archivmaterial machen sie nachvollziehbar, wie Nazis und ihre amerikanischen Sympathisanten in den 1930er-Jahren Einfluss auf die Kultur nahmen und auf den verbreiteten Antisemitismus zählen konnten.